Ich will meine Gemeinde bauen - Jesus

Der Entwicklungsplan Gottes für eine mündige Gemeinde

In diesem Kurs geht es um den Masterplan Gottes. Jesus selbst sagte: Ich will meine Gemeinde bauen. Weil es Sein eigenes Gemeindebau-Projekt ist, wird es auch nicht scheitern! Jeder soll dabei sein, nicht nur die sogenannten Geistlichen oder Leiter. Doch viele Christen hängen immer noch am "geistlichen Tropf" ihrer Pastoren. Es ist an der Zeit, dass die Gemeinde endlich als Ganzes aufsteht und mündig wird. Wörtlich sagte Jesus in Mt 16,18: Ich will meine ekklesia bauen, wobei ekklesia wörtlich die Community von Menschen bedeutet, die aus einem Lebenstil ohne Ziel, Sinn und Berufung herausgerufen sind. Wann immer wir in diesem Kurs also von "Gemeinde" sprechen, meinen wir die "Christliche Familiäre Community", die Jesus selbst ins Leben gerufen hat. Sie muss ihre Berufung verstehen, was sie wirklich ist: der heutige Leib von Jesus auf Erden.


Gemeindekultur und Organisation verstehen

Ist die Gemeinde eine Dienstleistungsorganisation?

Die Gemeinde ist nicht in erster Linie eine Organisation, sondern eher ein Organismus. Vor allem ist sie eine Familie, die "Familie Gottes" (Eph 2,19). In ihr gibt es kein Nützlichkeitsdenken. Eine christliche Organisation mag aber eine gute Ergänzung zu bestehenden Gemeinden sein, wenn sie von ihnen getragen wird. Doch was meint die Bibel, wenn sie uns ermutigt, nicht unsere Gemeinschaft zu verpassen (Heb 10,25)? Ist Mitarbeit, Besuch und finanzielle Unterstützung von Veranstaltungen ein Muss oder gar Ersatz für die einfache Gemeinschaft, zu der jeder etwas beitragen kann und sollte? Braucht nicht auch die Gemeinde erfolgreiche Programme? Wie aber würde sich die Gemeindekultur verändern, wenn eine christliche Gemeinschaft zu einer Dienstleistungsorganisation mit marktüblichem Erfolgsdenken mutiert?  Es gibt viele Fragen dieser Art, denen wir in diesem Kurs nachgehen werden.


Die Braut, die sich traut

Die Gemeinde, die zur Traumfrau von Jesus wird

Wenn Jesus wiederkommt, wird Er seine Ihn liebende Braut zu sich nehmen. Einige wohlmeinende Christen denken, sie würden dort oben überrascht darüber sein, wer alles zur Braut gehört. Sie meinen, dass sie im Himmel Bekannte treffen, die sie dort am allerwenigsten erwartet hätten. Doch wird dies wirklich so sein? Sollen Seine Nachfolger nicht an der Liebe erkennbar sein - schon hier auf Erden? Der himmlische Vater weiß genau, wo und in welchem Zustand sich die Braut befindet. Er behält sie genau im Auge und weiß, wann ihre Liebe reif genug für die Hochzeit Seines Sohnes im Himmel ist. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass auch die Braut Jesu sich untereinander auf Erden kennt. Doch wo ist sie? Wie finden wir sie?


Bin ich berufen?

Was heißt das eigentlich, eine Berufung von Gott zu haben

Was ist das Größte, das jemand werden kann? Ein Astronaut? Ein großer Wissenschaftler? Ein Staatsmann? Oder sonst irgendeine berühmte Persönlichkeit? - Nein. Das Größte, was jemand je sein kann, ist ein von Gott Berufener: „Ihr seid von Gott geliebt, ihr seid BERUFEN, und ihr gehört zu seinem heiligen Volk...“ (Röm 1,7) und: „Er hat uns gerettet; mit einem heiligen RUF hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade ...“ (2Tim 1,9) Christen besitzen also eine heilige Berufung. Das Wort „heilig“ bedeutet einfach „zu Gott zugehörig“. Wir gehören Gott, weil Christus mit seinem Blut für uns bezahlt hat. Demnach ist jeder Christ ein Berufener! Es war Blaise Pascal, der einmal sagte: Ein Heiliger zu werden, kann wirklich nur durch Gnade geschehen, und wer das bezweifelt, weiß nicht, was ein Heiliger ist, und auch nicht, was ein Mensch ist.

 

Es herrscht heute so viel Unkenntnis darüber, wer oder was eine Berufung ist. Die meisten glauben, dass nur einige wenige Personen eine göttliche Berufung auf ihrem Leben haben. Doch Tatsache ist, dass jeder Christ zu irgendetwas berufen ist. Vor allem sind wir dazu berufen, Christus in seinen Fußstapfen zu folgen. Das bedeutet, so wie er am Arbeitsplatz gewirkt hat, können auch wir einen Unterschied machen – nicht nur einige wenige, sondern alle Christen sind das Salz und Licht der Welt. Diese unsere Berufung ist absolut heilig. Doch viele glauben: Wenn es Heilige gibt, dann sind sie tot. Man muss erst tot sein, um heilig gesprochen zu werden. Nun, das mag in der katholischen Kirche so sein, doch Petrus hatte ein anderes Verständnis davon, als er sagte: „Ihr aber seid ein…HEILIGES VOLK, ein Volk zum Eigentum …“ (1Petr 2,9) Damit meinte er uns alle – alle Christen.