1. Die richtigen Fragen stellen

Die vier Lebensfragen

1. Wer bist du?

Die Grundlage des Glücks ist, dass du weißt, woher du kommst, wer du bist und wohin du gehst. Das hat alles mit deiner Identität zu tun. Wenn du diese nicht kennst, wirst du dein Leben lang versuchen, dir selbst zu beweisen, was du kannst und wie weit du gehen kannst. Dann, wenn du meinst, eine Ahnung zu haben, wirst du versuchen, deine Freunde und Arbeitskollegen davon zu überzeugen. Die Folge wird sein, dass du ständig unter Leistungsdruck stehst und eigentlich nie zur Ruhe kommst

Jemand sagte: „Ich bin auf der Suche nach mir selbst. Ich suche die inneren verborgenen Kräfte meines Seins.“ Doch hier kommt, was Gott dir sagt: "Hör auf, in dir selbst zu suchen! Im Irrgarten deiner Seele stößt du nicht auf Heilung, sondern nur auf Verwirrung. Jesus kam in diese Welt, um zu suchen, was verloren ist. In dir selbst wirst du die Lösung nicht finden."

2. Wer bist du nicht?

Wenn es dir gelingt, mit Gottes Hilfe deine Identität herauszufinden, folgt eine zweite mindestens genauso wichtige Frage: Wer du nicht bist. Es scheint so, dass ein Mensch in der ersten Hälfte seines Lebens unentwegt damit beschäftigt ist, seine Berufung herauszufinden und erst in der zweiten Hälfte erkennt, wer er nicht ist. Das ist dann meist der Moment, wo er erst die richtige Wertschätzung für andere Menschen erhält. Im Berufsleben beginnt er erst zu diesem Zeitpunkt, richtige Teamarbeit zu schätzten. Vorher dachte er oder sie, dass Mann oder Frau doch alles mehr oder weniger alleine kann. Zu wissen, wer man nicht ist, kann daher sehr befreiend wirken. Man muss nicht mehr alles selbst und alleine tun. Man muss es sich nicht mehr selbst und anderen beweisen. Wichtig ist daher, dass man nicht erst in der zweiten Lebenshälfte damit beginnt, sondern so früh wie möglich.

3. Was will du für andere tun?

Nachdem wir uns bisher nur mit uns selbst beschäftigt haben, kommen wir nun zu einem wichtigen weiteren Punkt, zu der Frage, was wir für andere Menschen tun können. Warum ist diese Frage so entscheidend? Weil derjenige, der sich nur um sich selbst dreht, sehr kleine Kreise zieht. Letzten Endes werden wir früher oder später feststellen, dass unser Lebensglück nicht in dem besteht, was wir bekommen, sondern in dem, was wir geben. Tatsächlich hat Jesus nämlich Recht, wenn er sagt: Wer gibt, der bekommt. Und wer viel gibt, der bekommt auch viel. Natürlich liegt hier auch eine Gefahr verborgen, denn wer ausschließlich in dieser Wahrheit lebt, wird früher oder später ausbrennen. Da wir nur das geben können, was wir haben, dürfen wir niemals den zweiten Punkt vergessen. Wir müssen unsere Grenzen ernst nehmen. Das bedeutet, dass wir uns immer wieder von einer größeren Person inspirieren lassen sollen. Gott selbst ist es, der uns die Kraft verleihen möchte, anderen Menschen zu dienen und dabei nicht auszubrennen.

4. Was willst du hinterlassen?

Mit dieser letzten Frage kommen wir zu einem wesentlichen Grundbedürfnis des Menschen: Damit ist nicht Nahrung, Kleidung, Beruf und Erfolg gemeint. Viele Menschen, die alles haben, verlassen diese Erde dennoch leer und ausgebrannt. Es geht darum, dass wir von unserem Schöpfer so angelegt sind, dass unser Leben einen Sinn hat und wir auch diesen Sinn erkennen wollen. Wir alle haben das Bedürfnis, unseren Kindern, der nächsten Generation oder Nachwelt etwas Bleibendes zu hinterlassen. Und mehr noch: Eigentlich möchten wir auch etwas mitnehmen, dorthin, wo wir in der Ewigkeit hingehen. Deshalb ist es nicht nur eine Sache, die die Helden der Geschichte angeht, wenn ich sage, dass wir alle das Bedürfnis haben, Geschichte zu schreiben. Einige schreiben sie mit ganz großen Buchstaben, und andere ganz klein. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern was wir schreiben. Aus diesem Grund unterhalte ich mich gerne mit älteren Menschen. Das, worüber diese sprechen, klingt oft ganz anders. Sie reden nicht über Häuser, Autos und Erfolge, sondern häufig über Versöhnungsgeschichten, Veränderungen in Beziehungen, bleibende Werte -  und natürlich über das, was sie mit Gott erlebt haben: Qualität, die ewig zählt - Quality for Eternity.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0